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13.03.2018

Was bedeutet die DSGVO für WLAN-Hotspots?

Deutsche User checken im Schnitt 214 Mal pro Tag ihr Smartphone. Auch im Urlaub, im Krankenhaus, beim Arzt, im Shop, im Restaurant oder in der Bibliothek verzichten sie nicht gern darauf. Wer da nicht mitspielt, riskiert Kunden zu verlieren. Doch nun kommen neue Pflichten auf Betreiber zu, die am 25. Mai 2018 nach der DSGVO in Kraft treten. Es drohen nicht nur höhere Bußgelder als bisher, sondern die Ahndung von Verstößen ist keine Ermessensfrage mehr, sondern wird verpflichtend.

Was ist daher zu beachten, um auf der gesetzeskonformen Seite zu bleiben? Entscheidend ist die Anmeldung, denn dabei werden Daten verarbeitet. Hier die wichtigsten Kriterien:

  • Rechtsgrundlage: Ohne sie keine Datenverarbeitung! Liegt etwa die Buchung eines Zimmers mit WLAN-Service vor, kauft der Kunde ein WLAN-Ticket oder gehört der Zugang zu einer Club-Mitgliedschaft, einem Arbeitsverhältnis oder Hochschulbesuch, liegt eine rechtliche Grundlage für die Verarbeitung der Buchungsdaten vor.
  • Transparenz und Datensparsamkeit: Es soll nur verarbeitet werden, was für die bestimmungsgemäße Nutzung notwendig ist, und nicht zusätzliche, etwa für Marketingzwecke gedachte Daten - schon gar nicht ohne Wissen des Betroffenen.
  • Datenweitergabe: Werden Daten an Dritte übertragen, muss der Betroffene informiert und einverstanden sein. Freies WLAN, etwa im SPA, nur gegen dieses Einverständnis zur Verfügung zu stellen, ist nicht zulässig. Das Opt-in, etwa in eine Mailing-Liste des angeschlossenen Kosmetikinstituts, muss unabhängig von diesem Service erfolgen.
  • Aufbewahrungsfristen: Der Kunde muss informiert werden, wie lange die Daten gespeichert werden, und es muss eine Möglichkeit geben, diese auf Verlangen zu löschen, zu berichtigen, zu übertragen oder einzuschränken. Jeder Betreiber ist gut beraten, persönliche Kundendaten nicht länger als notwendig oder gesetzlich vorgeschrieben aufzubewahren.
  • Datenschutzhinweis: Um als Betreiber seine Informationspflicht korrekt zu erfüllen, ist dies das richtige Medium. In klar verständlicher Sprache ist darzulegen, welche Daten auf welcher Grundlage wie lange gespeichert werden und ob sie an Dritte übertragen werden. Dazu ist eine Kontaktmöglichkeit zu nennen.

Mit der IAC-BOX sind Sie in Sachen Datenschutz jedenfalls auf der sicheren Seite. Datensparsame und datenschutzfreundliche Grundeinstellungen sowie Löschungs- und Anonymisierungsfunktionen bot die IAC-BOX bereits. Nun wurden zusätzlich die Datenschutzhinweise für den Endbenutzer aufbereitet und alle Anmeldeseiten mit Hinweisen zu Anonymisierungs- und Löschfristen ausgestattet. Das neue, zukaufbare Modul Privacy Toolkit bietet darüber hinaus Optionen, ein individuelles Datenverarbeitungsverzeichnis mit Berücksichtigung der spezifischen Anmeldemethoden und Datenbank-Anbindungen zu erstellen, sowie komfortable Möglichkeiten zu privacy by design/default Voreinstellungen, Vertraulichkeits- und Auftragsverarbeiter-Vereinbarung, Checks, Hilfetexte und Zugriffsprotokollierung.

Mehr Informationen zum neuen Modul Privacy Toolkit finden Sie hier.

Dieser Artikel erschien auch in der IT-BUSINESS 4.2018.

6. Seien Sie nett zur Crew.
Die meisten Hotels tun alles dafür, dass Sie als anspruchsvoller Gast eine möglichst funktionierende Internet-Anbindung haben. Sie kaufen tolle Software mit Bandbreitenmanagement wie die IACBOX, statten Indoor- und Outdoor-Bereiche mit guter Hardware-Abdeckung aus, etc. Aber wenn die Kabelverbindung gerade im Tropenregen ertrinkt, der Controller wegen des Stromausfalls die Konfiguration verliert oder ein Gewitter die Funkantenne lahmlegt, brauchen sie Zeit, alles wieder zu richten. Der nächste Netzwerk-Fachmann ist mitunter hunderte Kilometer entfernt.

Fazit: Das Personal kann meistens nichts dafür, dass die Verbindung schlecht ist oder das Netz überlastet, und auch das Management sollten wir mit Gnade behandeln, wenn wir mal nicht einloggen können. Außerdem ist nicht immer der Uplink oder die Technik im Haus schuld. Ja, ganz genau - Bedienungsfehler sind auch häufig. Es könnte die falsche E-Mail Adresse, ein falsches Passwort oder einfach nur ein Tippfehler sein. Das Smartphone selbst ist eher selten der Grund für eine fehlgeschlagene Anmeldung, es können aber durchaus ungünsige Einstellungen (z.B.: Javascript deaktiviert) dafür sorgen, dass eine Anmeldung einmal nicht klappt.

Aber dafür kann ein Rezeptionist nicht Experte sein - fragen Sie die Leute lieber, wann am wenigsten Gäste online sind. Mit etwas Glück wissen sie das aus Auswertungen der WiFi-Software. Und dann probieren Sie nochmals einzusteigen.

7. Kaufen Sie ein Premiumpaket.
Manche Hotels und Clubs bieten kostenpflichtige WLAN-Pakete mit einer höheren Bandbreite an. Eine gute Sache, wenn Sie auch im Urlaub hin und wieder arbeiten müssen. Erkundigen Sie sich an der Rezeption, und wenn es ein Ticket mit garantierter Bandbreite gibt, dann schlagen Sie zu. Aber Vorsicht - bei einem technischen Gebrechen hilft auch das VIP-Ticket nicht, und das Meiden der digitalen rush hour ist trozdem zu empfehlen.

8. Bitte nicht stören.
Und wenn das WLAN einmal ganz ausfällt? Lassen Sie doch Fünfe grade sein und genießen Sie die digitale Ruhe - heutzutage gibt es touristische Angebote, wo teures Geld für Offline-Zeit bezahlt wird. Immerhin ist das Ihr lang ersehnter Urlaub! E-Mail Stress und Kommunikations-Overkill holen Sie hinterher früh genug wieder ein. Jetzt gehen Sei erst einmal schnorcheln, wandern, Bogenschießen oder genießen die Sonne mit Ihren Lieben.

Schönen Urlaub! Wir sind dann mal off.

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